Bei Nierenbeckenentzündungen sofort zum Arzt!

Mittwoch, 26. Februar 2014
Wer starke Schmerzen im seitlichen Bauch- und Rückenbereich verspürt und unter Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit sowie Brennen beim Wasserlassen leidet, sollte sofort einen Urologen aufsuchen. Akute Nierenbeckenentzündungen entwickeln sich oft aus unbehandelten Blasenentzündungen. Wer Symptome ignoriert riskiert, dass Bakterien über die Blutbahn in den gesamten Organismus gelangen.

Frauen gelten für eine Nierenbeckenentzündung als besonders gefährdet, da sie aufgrund der kürzeren Harnröhre häufiger unter Blaseninfektionen leiden. Auch wer Nieren- und Blasensteine oder angeborenen Harnabflussbehinderungen hat sowie Männer, die an einer vergrößerten Prostata leiden, gehören zur Risikogruppe. Stoffwechselstörungen wie Diabetes oder Gicht spielen ebenfalls eine Rolle. Betroffene nehmen dann häufig bis zu mehrere Wochen Antibiotika ein, sollten viel trinken und brauchen darüber hinaus Bettruhe. Gerade die Wahl des richtigen Antibiotikums gehört heute aufgrund sich ausweitender Resistenzen in die Hände von Urologen.

Akute Nierenbeckenentzündungen müssen schnellstmöglich erkannt und effektiv behandelt werden, damit sie nicht in einen chronischen Zustand übergehen und im schlimmsten Fall zu Nierenversagen führen oder in einer Sepsis, also einer Blutvergiftung, enden. Betroffene suchen am besten bei ersten Anzeichen umgehend einen Facharzt auf.

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