Echte Kerle gehen zur Vorsorge

Mittwoch, 16. November 2016
Davor haben die Männer in gesundheitlichen Fragen die größte Angst: vor Impotenz. Aber sie tun erstaunlich wenig dafür, um vorzubeugen. Nur jeder fünfte Mann nimmt an einem Krebsvorsorgeprogramm teil. Jedes Jahr erkranken etwa 60.000 Männer an der häufigsten Krebsart Prostatakrebs. Der tückische Krebs löst im Anfangsstadium keine Symptome aus und Betroffene bemerken so die Krankheit erst dann, wenn es zu spät ist. Im Frühstadium hingegen können Urologen den Tumor weitaus besser behandeln oder auch operieren oder bestrahlen, auch so, dass Erektionsstörungen oder Inkontinenz nur selten auftreten.

Die Prostata, eine walnussgroße Drüse, gehört zu den inneren Geschlechtsorganen des Mannes. Sie liegt vor dem Mastdarm und ist damit durch eine Tastuntersuchung zu etwa 25 Prozent gut fühlbar. Als Drüse produziert sie die Samenflüssigkeit, in der auch der Eiweißstoff Prostata-spezifisches-Antigen (PSA) enthalten ist. Dieser PSA-Wert, der aus dem Blut bestimmt wird, sowie Tast- und Ultraschalluntersuchungen vom Darm her sind wichtige Parameter in der Früherkennung. Neue Ultraschall-Geräte liefern zudem immer präzisere Ergebnisse, so dass Gewebeprobenentnahmen nur noch im Krebsverdachtsfall durchgeführt werden müssen. Dank technischer Weiterentwicklungen sind auch hier Ängste vor Schmerzen unbegründet. Vorsorgeuntersuchungen sind nicht schmerzhaft, dauern in der Regel keine zehn Minuten und geben ein hohes Maß an Sicherheit. Die Prostatakrebsvorsorge empfiehlt sich jährlich Männern ab 45 Jahren. Liegen erbliche Vorbelastungen vor, sollten sich Männer ab 40 Jahre untersuchen lassen.

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