Hodenkrebs – Immer mehr Betroffene

Dienstag, 08. September 2015

In der Altersklasse der 15- bis 25-Jährigen bildet Hodenkrebs die häufigste Krebsart bei Männern. Eine aktuelle Untersuchung aus den USA kommt nun zu dem Ergebnis, dass die Zahl  der Hodenkrebsfälle in den letzten Jahren gestiegen ist. Während früher noch bei 100.000 Männern sechs Erkrankungen auftraten, sind es heute schon sieben. Eine wissenschaftlich belegte Erklärung dafür steht noch aus, Experten bringen jedoch die Verbreitung von Mobiltelefonen mit dem Anstieg der Hodenkrebsfälle in Verbindung. Auch die Weltgesundheitsorganisation stuft die Handystahlung als „möglicherweise krebserregend“ ein.

Wie gefährlich das Tragen von Smartphones & Co. in der Hosentasche ist, lässt sich heute noch nicht beantworten. Es ist Aufgabe der Forschung, diese Frage in den nächsten Jahren zu beantworten. Zu den bereits bekannten Risikofaktoren gehört neben genetischen Prädispositionen auch ein Hodenhochstand in der frühen Kindheit, der längere Zeit unbehandelt blieb. Einige Studien deuten auch darauf hin, dass häufiger Cannabis-Konsum Hodenkrebs begünstigt. Das Tückische an der Krebserkrankung ist, dass Erkrankte meist weder Veränderungen am Hoden feststellen noch Schmerzen verspüren. Da Tumore der Hoden am ehesten ertastet werden können, steht die regelmäßige Selbstuntersuchung in Sachen Früherkennung von Hodenkrebs an erster Stelle. Bei Berührungsempfindlichen Hoden, Flüssigkeitsansammlungen oder tastbaren Knoten sollte ein Urologe zu Rate gezogen werden. Er untersucht mittels Ultraschall die Hoden, nimmt Gewebeproben und führt Bluttests durch. Wenn der Hodenkrebs früh erkannt wird, bestehen gute Heilungschancen.

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