Laser im Einsatz gegen Nierensteine

Mittwoch, 20. März 2013
Erbrechen, Übelkeit und schier unerträgliche Schmerzen in Unterleib und Rücken – wenn größere Steine aus der Niere durch den engen Harnleiter wandern, verursacht das Qualen, die rund jeder 20. Deutsche nur zu gut kennt. Bislang ließen sich Nierensteine bei einer bestimmten Größe und Position lediglich per Operation entfernen. Mittlerweile gibt es jedoch neben der Steinzertrümmerung von außen per Ultraschall ein schonendes Laser-Verfahren.

Bei der ureteroskopischen Laserlithotripsie führen Urologen über Harnröhre, Blase und Harnleiter einen Laser an den Stein heran und zertrümmern ihn damit in kleine Teile. In dieser Größe lassen sich die Fragmente per Fangkörbchen leicht aus der Niere entfernen. Meist dauert eine solche Behandlung nur 30 bis 60 Minuten. Weil den Patienten bei diesem Verfahren Schnitte und Wunden erspart bleiben, erholen sie sich in der Regel schnell und komplikationslos. Bei fast jedem zweiten Patienten treten jedoch erneut Nierensteine auf. In vielen Fällen beugt eine Änderung der Lebensgewohnheiten diesen Rückfällen vor. Urologen empfehlen ihren Patienten daher: viel trinken, ausgewogene Ernährung und sich ausreichend bewegen.

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