Prostatavergrößerung - Teil 2 Vorsorge

Mittwoch, 15. Juni 2016
Ausnahmslos jeder Mann sollte einmal im Jahr seine Prostata untersuchen lassen. Das Vorsorgeprogramm der gesetzlichen Kassen sieht in Deutschland für Männer ab 45 einmal jährlich eine Prostatauntersuchung vor. Der Gang zum Facharzt ist allein schon aus dem Grund wichtig, um die gutartige Erkrankung von einem möglichen Prostatakrebs abzugrenzen.

Neben einer ausführlichen Anamnese nimmt der Arzt auch eine körperliche Untersuchung vom Enddarm aus vor, um eine vergrößerte Vorsteherdrüse zu diagnostizieren. Begleitende Harn- und Bluttests geben Hinweise auf Nierenfunktion und eventuelle bakterielle Infekte. Harnstrahlmessungen, Ultraschalluntersuchungen sowie die Bestimmung des PSA-Werts sind weitere wichtige Bestandteile.

Die Testergebnisse sind individuell zu betrachten und fallen von Mann zu Mann verschieden aus. Deshalb ist es wichtig, dass wir den PAS-Wert jedes Jahr mit derselben Bestimmungsmethode erheben. So haben wir Vergleichsdaten, die wir besser interpretieren können. Die Untersuchung sollte nur der Urologe vornehmen. Ähnlich den Auswertungen in spezialisierten Brustzentren, die Mammografien und Ultraschall bei Frauen durchführen und die Ergebnisse gut einschätzen können, bedarf die richtige Interpretation aller Werte einen großen Erfahrungsschatz.

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