Wechseljahre: Impfungen gegen Blasenentzündungen?

Dienstag, 18. Oktober 2016
Nässe, Kälte und falsche Kleidung begünstigen gerade bei Frauen Blasenentzündungen. Unterkühlung schwächt das Immunsystem und macht den Körper anfälliger für bakterielle Infektionen. Hinzu kommt, dass viele Menschen in der kalten Jahreszeit zu wenig trinken. In der Folge trocknen die Blasenschleimhäute aus, wodurch Bakterien sich besser anhaften. Zu den typischen Anzeichen gehören Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen, starker Harndrang sowie Schmerzen im Unterleib. Manchmal trübt sich auch der Urin, verändert seinen Geruch oder enthält Blut. Frauen die regelmäßig unter den Beschwerden leiden, können sich auch impfen lassen.

Jede dritte Frau erkrankt mehr als einmal im Jahr an einer Blasenentzündung. Eine Behandlung sollte erst nach einer Ursachenabklärung durch einen Urologen erfolgen. Die Therapie akuter Blasenentzündungen erfolgt gezielt mit Antibiotika, entweder als Einmaltherapie oder als Kurzzeittherapie. Bei immer wiederkehrenden Entzündungen ist eine Reinfektionsprophylaxe mit Antibiotika notwendig. Mittlerweile gibt es auch die Möglichkeit, sich gegen Bakterien, die häufig Blasenentzündungen hervorrufen, impfen zu lassen. Die Impfung schützt aber nur vor einem Teil der Erreger und bietet daher keinen absoluten Schutz. Für Frauen in den Wechseljahren, die aufgrund eines eventuellen Östrogenmangels oft häufiger zu Harnwegsinfekten neigen, kann die Impfung jedoch Erleichterung bringen. Dabei impfen Urologen Betroffene gegen die Bakterien, welche am häufigsten Blasenentzündungen hervorrufen. Innerhalb von vier Wochen verabreichen sie jeweils drei Injektionen zur Grundimmunisierung. Die Auffrischung der Impfung sollte jährlich erfolgen und nennt sich Boosterung. Bei vielen tritt danach eine deutliche Verbesserung ein.

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