Monitoransicht

Wechseljahre: Östrogenmangel schwächt die Blase

Mittwoch, 15. Januar 2014
Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen und Schweißausbrüche gelten als klassische Wechseljahresbeschwerden, die den Alltag vieler Frauen belasten. Doch damit nicht genug: Etwa zwei Drittel von ihnen bekommt in der Menopause zudem Schwierigkeiten mit dem Wasserhalten.

Verantwortlich für die plötzliche Inkontinenz sind Änderungen im Hormonhaushalt. In den Wechseljahren produziert der Körper immer weniger Östrogene, weil die Eierstöcke langsam ihre Arbeit einstellen – mit vielfältigen Folgen für die Gesundheit. So reagiert der weibliche Körper aufgrund des sinkenden Östrogenspiegels beispielsweise stärker auf Stoffe im Urin. Dadurch nimmt der Harndrang zu. Zusätzlich schwächt der Östrogenmangel Bindegewebe, Schließmuskel und Beckenbodenmuskulatur. Dies kann zu einer Senkung von Blase und Gebärmutter führen und somit eine Blasenschwäche begünstigen.
Zur Behandlung von Inkontinenz infolge des Mangels weiblicher Hormone empfehlen Urologen die lokale Gabe von Östrogenen. Ohne auf eine umfassende Hormontherapie zurückzugreifen, wirkt diese Form der Hormongabe nur begrenzt auf den Körper, sodass Experten ihr Risiko als gering ansehen. Bewährt hat sich auch das regelmäßige Stärken des Beckenbodens durch gezielte Übungen oder Sportarten.

« Aktuelles & Presse