Zeugungs-unfähigkeit

Unerfüllter Kinderwunsch ist bittere Realität für jedes fünfte Paar in Deutschland. Stellt sich die Schwangerschaft nach einem Jahr nicht ein, liegen die Erwartungen für eine erfolgreiche Empfängnis nur noch bei 50 Prozent, nach vier Jahren sogar nur noch bei fünf Prozent.

Großes Tabuthema – Zeugungsunfähigkeit bei Paaren

Ungewollte Kinderlosigkeit lässt sich etwa ebenso oft auf eine Störung der Fruchtbarkeit bei der Frau wie auf eine Zeugungsunfähigkeit beim Mann zurückführen. Eine gestörte Zeugungsunfähigkeit des Mannes liegt meist vor, weil die Bildung normaler, gut beweglicher Spermien eingeschränkt ist. Ein weiterer Grund für eine Zeugungsunfähigkeit beim Mann ist, dass die Samenwege verlegt sind. So bilden die Hoden zwar genügend Samenzellen, ihr Weg ist jedoch versperrt. Weitere Gründe für Zeugungsunfähigkeit sind Hodenhochstand, unterentwickelte Hoden, Krampfadern am Hoden, Fehlbildungen des Hodens oder auch Hodenverletzungen. Zudem führen Hodeninfektionen, Nebenhoden-, Harnröhren- oder Prostataentzündungen sowie Hormonstörungen zur gestörten Fruchtbarkeit.

Fruchtbarkeit durch Stressvermeidung erhalten

Zur Abklärung der Zeugungsunfähigkeit führen Urologen eine umfassende Anamnese und Untersuchungen der Fruchtbarkeit durch. Bilden Hoden zwar genügend Samenflüssigkeit, aber die Samenleiter sind durch häufigere Erkrankungen der Hoden verlegt, stellen Urologen durch einen operativen Eingriff die Fruchtbarkeit wieder her. Stellt sich eine Hormonstörung als Ursache für Zeugungsunfähigkeit heraus, setzen Experten auf medikamentöse Behandlungen. Liegt die Ursache der Zeugungsunfähigkeit in zu wenigen oder zu unbeweglichen Spermien, kommen Verfahren zur künstlichen Befruchtung in Absprache mit Reproduktionsmedizinern zum Einsatz. Wer seine Fruchtbarkeit schützen will, setzt am besten auf Stressvermeidung und verzichtet auf übermäßigen Alkohol- und Nikotinkonsum. Auch regelmäßige Schutzimpfungen und aktive Bewegung helfen, Risikofaktoren einer Zeugungsunfähigkeit zu minimieren.

A K T U E L L E S

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