Inkontinenz

Mehr als fünf Millionen Deutsche, rund ein Drittel davon Männer, quälen sich mit leichter bis schwerer Inkontinenz. Häufige Ursache für beginnende Inkontinenz beim Mann stellen gutartige Prostatavergrößerungen dar.

Häufigen Harndrang abklären lassen

Bei einer Vergrößerung der Prostata drückt diese auf die Blase und verursacht den krankhaften Harndrang, der häufig auch mit Schwierigkeiten beim „Wasser lassen“ einhergeht. Aber auch funktionelle Störungen, wie eine überaktive Blase oder andere organische Disfunktionen kommen als Ursache für häufigen Harndrang in Frage. Im schlimmsten Fall liegt der Inkontinenz ein Prostatakarzinom zugrunde. Männer, die unter häufigem Harndrang leiden, sollten dies von einem Urologen abklären lassen. Bleibt Restharn in der Blase, bietet dieser Bakterien einen Nährboden und führt zu schmerzhaften Entzündungen. Weitere mögliche Folgen: Nierenversagen und dauerhafte Inkontinenz.

Training der Blase gegen Inkontinenz

Um krankhaften Harndrang effektiv behandeln zu können, führen Urologen zuerst Urin- und Ultraschall-Untersuchungen durch. Zudem erstellen sie für zwei bis drei Wochen eine Flüssigkeitsbilanz, das sogenannte Miktionsprotokoll. Urin-Analysen geben wichtige Hinweise auf mögliche Nierenerkrankungen, die ebenfalls häufigen Harndrang verursachen können. Je nach Art der Erkrankung reichen die Maßnahmen gegen übermäßigen Harndrang vom Beckenbodentraining über medikamentöse Therapien bis hin zu operativen Eingriffen. Gerade bei Männern ist Drang-Inkontinenz die häufigste Art der Inkontinenz. Durch ein nicht zu steuerndes Zusammenziehen des Blasenmuskels kommt es bei Drang-Inkontinenz zu unfreiwilligem Urinverlust. Auch wenn der Inkontinenz eine gutartige Prostatavergrößerung zugrunde liegt, helfen medikamentöse Therapien. Was jeder selbst gegen Inkontinenz tun kann: Übergewicht vermeiden, für viel Bewegung sorgen und Alkohol nur mäßig genießen.

A K T U E L L E S

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