Prostata-vergrößerung

Jeder zweite Mann über 50 leidet an einer gutartigen Prostatavergrößerung, wobei Behandlungen lediglich bei jedem fünften Betroffenen angezeigt sind. Abgeschwächter Harnstrahl und häufigere Toilettengänge gelten als erste Anzeichen für eine Prostatavergrößerung.  Im Gegensatz zum Prostatakrebs, der überwiegend im äußeren Bereich der Prostata auftritt, entwickelt sich die Vergrößerung hauptsächlich in der inneren Zone. Mit unmittelbarer Nähe zu Harnröhre kann es zu Einengungen kommen – verbunden mit unterschiedlich stark ausgeprägten Problemen beim Wasserlassen.

Schwere der Prostatavergrößerung bestimmt Therapieform
Der Gang zum Facharzt ist allein schon aus dem Grund wichtig, um die gutartige Erkrankung von einem möglichen Prostatakrebs abzugrenzen. Neben einer ausführlichen Anamnese nimmt der Arzt auch eine körperliche Untersuchung vom Enddarm aus vor, um eine vergrößerte Vorsteherdrüse zu diagnostizieren. Empfinden Patienten die Beeinträchtigungen durch die Prostatavergrößerung nur wenig störend, reicht eine jährliche Kontrolle aus. Ist die Lebensqualität deutlich vermindert, leitet der Urologe eine Therapie ein. Je nach Schwere der Symptome, anderen Erkrankungen und Patientenwunsch kommen medikamentöse oder operative Therapien zum Einsatz.

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