Kostenerstattung

In den Medien finden Sie derzeit wilde Spekulationen über angebliche „Vorkasse beim Arztbesuch“. Es wird Ihnen vorgegaukelt, dass Ihr Arzt Sie zukünftig nur noch behandelt, nachdem er Sie erst einmal zur Kasse gebeten hat. Um es klar zu sagen: Das ist grober Unfug, der gezielt in die Welt gesetzt wird, um Sie zu verunsichern.


Ärzte wollen keine Vorkasse – sie wollen transparente Abrechnungen

Kostenerstattung heißt nicht „Vorkasse beim Arztbesuch“, sondern Transparenz. Kostenerstattung bedeutet, dass Sie, liebe Patienten, frei entscheiden können, ob Sie weiterhin als normale Kassenpatienten mit Chipkarte zum Arzt gehen, oder – ähnlich wie Privatpatienten – nach der Behandlung eine Rechnung erhalten. Diese Rechnung reichen Sie bei Ihrer Krankenkasse ein, die Ihnen den Beitrag erstattet. Erst dann überweisen Sie den Rechnungsbetrag an die Ärzte. Sie müssen nicht in Vorleistung treten. Für Sie bietet die Kostenerstattung den Vorteil, dass Sie fast den Status eines Privatpatienten erhalten.

Wir Urologen begrüßen diese Möglichkeit der Abrechnung sehr, da sie Transparenz in Leistung und Honorar in der Kassenmedizin bringt. Sie als Patient können somit kontrollieren, was Ihrer Kasse berechnet wird. Genau damit haben Krankenkassen ein Problem. Denn in dem Moment, in dem Sie eine Rechnung von uns in der Hand halten, erfahren Sie als Beitragszahler, welch mittlerweile lächerlicher Bruchteil Ihrer Beträge bei uns landet. So sehen Sie genau, was mit Ihren Beiträgen in Wirklichkeit geschieht. Die angebliche „Vorkasse beim Arztbesuch“ gibt es also nicht.

Und: Lassen Sie sich nicht einreden, das Kostenerstattungsprinzip sei kompliziert. Offensichtlich halten die Kassen Sie, liebe Kassenpatienten, in skandalöser Weise für dümmer als Privatpatienten oder einen Großteil der europäischen Bevölkerung, für die dieses Abrechnungssystem das Natürlichste von der Welt ist. Sie als Patient und wir, Ihre Ärzte, brauchen aber die Transparenz, damit Ihr Versichertenbeitrag in der Versorgung und nicht in der Verwaltung landet.

Dieser Information liegt eine Stellungnahme des ärztlichen Sachverständigenrates im Hippokranet Hamburg zugrunde.

A K T U E L L E S

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